Absage der Friedhofsandachten

Guten Tag, liebe PGR-Mitglieder und Ortsausschuss-Vorsitzende, liebe Teams, liebe Küster,

die Infektionszahlen steigen; Bund, Länder und Landkreise beschließen Beschränkungen. Aktuell gilt im Landkreis Limburg-Weilburg die Beschränkung auf maximal 100 Personen bei offenen Veranstaltungen, zu denen auch unsere Gottesdienste gehören. Da nicht auszuschließen ist, dass bei den Andachten auf den meisten unserer Friedhöfe mehr als 100 Personen zusammenkommen und die Kontrolle über die Zahl sehr schwer organisierbar ist (in Wilsenroth z.B. hatten wir bis heute morgen bereits 116 telefonische Anmeldungen), haben wir uns heute morgen im Pastoralteam entschlossen, die geplanten Friedhofsandachten abzusagen. Nicht zuletzt auch, weil bei einer solchen Veranstaltung nicht gewährleistet ist, dass an jeder Stelle der Mindestabstand zwischen Personen verschiedenen Hausstandes eingehalten werden kann.
So haben wir im November-Pfarrbrief, der morgen gedruckt wird, folgendes veröffentlicht:

Aufgrund der verschärften Coronalage und der Bestimmung, dass auch bei Zusammenkünften von Religionsgemeinschaften nicht mehr als 100 Personen zusammen kommen dürfen, finden die ursprünglich geplanten Friedhofsandachten nicht statt. Allerdings werden auf allen Friedhöfen vornehmlich am 01. November 2020
die Gräber gesegnet, aber nicht zu einem veröffentlichten Zeitpunkt.
Für die Verstorbenen des Jahres 2020 stehen vor den Trauerhallen Kerzen bereit, die von den jeweiligen Angehörigen genommen und auf das Grab gestellt werden können.
Das bedeutet: die Gräbersegnungen sind nicht abgesagt, sondern werden von den Mitgliedern des Pastoralteams zu irgendeinem Zeitpunkt am 1. November (in Ellar am 2.11.) durchgeführt.
Zur Bekanntmachung wird die Information an die Tagespresse gegeben sowie auf die Homepage gesetzt. Außerdem wird an den Friedhöfen ein Schild angebracht mit entsprechenden Hinweisen.

Ich denke, die aktuell beschlossenen Beschränkungen von Bund und Ländern passen zu dieser Absage punktgenau.

Sollte ein Ortsausschuss eine andere Idee für die Anbietung der Kerzen an die Angehörigen der dieses Jahr Verstorbenen haben, kann diese umgesetzt werden, allerdings im Kontakt mit jener hauptamtlichen Person, die laut Zelebrationsplan für die Friedhofsandacht eingeteilt ist. Unsere Idee war, die Kerzen vor die Trauerhalle zu stellen, weil die Angehörigen persönlich zur Friedhofsandacht eingeladen wurden mit Hinweis auf diese Kerzen.

Ich höre gerade parallel die Pressekonferenz von Bund und Ländern und wunderte mich, dass in den Ausführungen der Kanzlerin keinerlei Rede von Kirchen und Gottesdiensten war. Da stellt bei Rückfragen klugerweise der allererste Journalist die Frage nach Gottesdiensten. Die Antwort: Für Gottesdienste bleiben die bisherigen Regelungen bestehen. Söder ergänzt, dass hier die Religionsfreiheit Berücksichtigung findet und dass, wenn Einzel- und Großhandelsgeschäfte geöffnet bleiben, man auch Gottesdienste stattfinden lassen kann.
Also in dieser Hinsicht bleibt es beim Alten bis auf eines: unser Landkreis hat beschlossen, dass bei jenen Zusammenkünften, an denen bis zu 100 Personen teilnehmen können, durchgehend ein Mund-Nase-Schutz getragen werden muss. Dies gilt kirchenintern nicht für jene, die mit ihrer Stimme einen liturgischen Dienst ausüben, also Lektoren, Zelebranten und Sänger/innen während der Ausübung ihres Dienstes.

Ich hoffe, dass Sie die Absagen nachvollziehen können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen!

Pfr. Frank-Peter Beuler
Leitender Pfarrer
Pfarrei St. Blasius im Westerwald
Lahr / Frickhofen
Tel. (06479) 325 (Lahr)
Tel. (06436) 285 0048 (Frickhofen)