Quartalbericht II / 2013 zum Vorhaben Interkommunaler Windpark Westerwald und Dorndorf


Inhalt

1. Aktueller Arbeitsstand

2. Entwurf des Teilregionalplanes Energie Mittelhessen, Vorranggebiete für Windenergie

3.Weitere Arbeitsschritte

1.Aktueller Arbeitsstand

Windpark Dorndorf

Natur- und Artenschutz:

Die naturschutzfachlichen Bewertungen zu standortbezogenen Biotopen sind derzeit in vollem Gange. Die Standorte wurden in der 30. KW mit der Oberen Forstbehörde endabgestimmt; es gab lediglich Verlagerungen im Bereich der Montageflächen bzw. der Kranausleger.

Der Abschluss der arten- und naturschutzfachlichen Arbeiten ist für Ende August festgelegt. Problematisch gestaltet sich derzeit der restriktive Umgang der Oberen Forstbehörde mit der Avifauna. Die ständig wachsenden Forderungen nach weiteren Erhebungen sind am 4. Juli 2013, bezogen auf den Standort Dorndorf, Thema eines Gesprächstermins. Obwohl in Girkenrod eine vierte WEA ohne Funktionsraumanalyse zum Schwarzstorch zur Genehmigung eingereicht wurde, zeigt sich die Hessische Seite hiervon nicht beeindruckt. Der Termin ist entsprechend ergebnisoffen.

Sollten jedoch weitere Analysen gefordert werden, wird beantragt, diese während des Genehmigungszeitraumes nachreichen zu können, um die Genehmigung zu erreichen, damit in der nächsten Winterperiode gerodet werden kann.

Sonstiges:

Die Unterlagen zum immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsantrag werden zusammengestellt. Die zugehörigen Zeichnungen sind nach Endabstimmung der Standorte mit dem Forst in Bearbeitung.

Seitens des RP wird zwischenzeitlich ein Lärmgutachten gefordert, dessen Beauftragung aktuell vorbereitet wird. Die bis dato ausreichenden Berechnungen durch das Programm Windpro sind jedoch nach wie vor anwendbar, genügen der Genehmigungsbehörde jedoch nicht mehr aus. Erste Vergleiche mit anderen den Ergebnissen der Lärmgutachten für bspw. den Windpark Elz ergaben, dass alle Prognosewerte des bislang angewendeten Programmes die Werte des Lärmgutachtens überschreiten. Eher ist mit Verbesserungen der Immissionswerte zu rechnen, da im Lärmgutachten Faktoren wie Bewuchs, Luftströmungen etc. berücksichtigt werden, die das Programm Windpro unberücksicht lässt. In Windpro haben wir bislang immer sogenannte "Worst case"-Berechnungen durchgeführt, in denen die Schallausbreitung ungebremst auf den Immissionsort einwirkt.

Die Kabeltrasse zum Umspannwerk bei Westerburg ist festgelegt; die Wegerechte sind in Vorbereitung. Dies ist allerdings nicht Gegenstand des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsantrages

IK Park Langendernbach, Elbtal, Waldbrunn

Aufgrund eines nicht identifizierten Horstes am Hohlen Stein, der am 28.02.2013 im Zuge der Begehung mit der Oberen Naturschutzbehörde durch die Forstbehörde vorgestellt wurde, mussten die Arbeiten zu diesem Windpark temporär eingestellt werden. Nach Aussagen der Oberen Naturschutzbehörde "hätte" es sich um einen Schwarzstorchhorst handeln können, was in diesem Fall zu definitiven Nichtgenehmigung des Gesamtparks geführt hätte.

Aufgrund der langen Winterperiode kam es zu einer verspäteten Rückkehr der Avifauna, so dass erst Anfang Mai verbindlich festgestellt werden konnte, dass es sich bei dem fraglichen Horst nicht um einen Schwarzstorchhorst, sondern um einen Mäusebussardhorst handelt. Seitdem sind die Arbeiten zu diesem Windpark wieder in vollem Gange. Allerdings hat dieser Zeitverzug einen verzögerten Fertigtstellungstermin des Genehmigungsantrags zur Folge, da die fehlenden Monate nachgeholt werden müssen.

In der 30. KW wurden die Standorte forstlich endabgestimmt, so dass nunmehr auch die standortbezogene Biotoptypenkartierung in Arbeit ist.

Gleichermaßen laufen die Arbeiten zur Kabeltrasse und zur externen Zuwegung.

Hinsichtlich der WEA auf Elbtaler Gemarkung kommt es derzeit zu Interessenkonflikten zwischen dem Abbaubetrieb und den geplanten WEA. Obwohl eine frühzeitige Abstimmung mit der Firma durchgeführt wurde, sind zwischenzeitlich Abbaupläne eingereicht, die 1-2 WEA auf Elbtaler Gemarkung vakant werden lassen.

2. Entwurf des Teilregionalplanes Energie Mittelhessen, Vorranggebiete für Windenergie

Es liegen bislang keine Ergebnisse aus dem Hause RP vor.

3. Weitere Arbeitsschritte

Abschluss der endgültigen Pachtverträge zum Windpark Dorndorf

Termin Obere Naturschutzbehörd am 4.07.2013

Fertigstellung des immissionsschutzfachlichen Genehmigungsantrages Dorndorf

Funktionsraumanalyse Schwarzstorch in Langendernbach und Dorndorf